Der Ethanol Kamin
Wer beispielsweise in einer städtischen Mietwohnung eines Hochhauses lebt und sich einen Kamin wünscht, der kennt das Problem: Es gibt keine Anschlussmöglichkeit ohne Schornstein. Doch seit Kurzem gibt es eine Lösung. Ein Ethanol Kamin benötigt keinen Schornstein, da er mit Ethanol bzw. Bioethanol betrieben wird. Bioethanol besteht nahezu aus reinem Alkohol und erzeugt bei der Verbrennung lediglich Wasserdampf und das von Menschen ausgeatmete Kohlendioxid. Da Alkohol normalerweise der Branntweinsteuer unterliegen würde und daher sehr teuer wäre, wird der Brennstoff Bioethanol durch Vergällung für den Menschen ungenießbar gemacht.
Ein sogenanntes Deko Feuer hinterläßt also weder Rauch noch Ruß. Allerdings eignen sich Ethanol Kamine nur bedingt zum Heizen. Die abgestrahlte Wärme durch das offene Feuer bewegt sich im Bereich von 1-3 kW. Ein Kaminofen hat zwar auch nur etwa die doppelte Heizleistung, jedoch werden seine Abgase durch den Schornstein nach aussen abtransportiert. Beim Betrieb eines Ethanol Kamins werden die Gase hingegeben in die Raumluft abgegeben. Daher ist es nötig, regelmäßig zu lüften oder das Fenster einen Spalt weit offen zu lassen.
Bis dato gibt es keine gesetzlichen Vorschriften über eine Prüfung, wie diese bei Kaminöfen der Fall ist. Es steht also im freien Ermessen des Herstellers, einen Ethanol Kamin beispielsweise einer CE Prüfung zu unterziehen oder vom TÜV prüfen zu lassen. Zu beachten ist von Seiten der Gesetzgebung lediglich, dass aus Gründen des Brandschutzes nicht mehr als 5 Liter Ethanol pro Haushalt gelagert werden dürfen. Trotz alledem birgt ein Deko Feuer enorme Gefahren. Wer Kinder hat, sollte insbesondere darauf achten, dass sich der Kamin außerhalb deren Reichweite befindet und fest montiert ist. Jedoch sollten sich auch Erwachsene der Gefahr bewußt sein, die von flüssigem Brennstoff ausgeht und entsprechend verantwortungsvoll und vorsichtig handeln.
(Florian Münkel)
TSG Neustrelitz gegen Karlruher SC
Spätestens in einer halben Stunde, wenn die ARD ihre Kurzberichte vom zweiten Spieltag in der ersten Runde des DFB-Pokals 2008 ausgestrahlt hat, wird sich der Name Neustrelitz in die Gedächtnisse aller badischen Fußballfans einbrennen.
Heute mußte der Karlsruher SC gegen die TSG Neustrelitz antreten und hatte so Ihre Mühen. Die ersten Minuten, in denen die Zuschauer eine offensiv spielende Karlsruher Mannschaft erwartet hatten, konnte keine der Mannschaften nennenswerte Akzente setzen. Für die angereisten Fans des KSC war das natürlich etwas ernüchternd. Doch das beflügelte die Neustrelitzer merklich. Sie hatten sich jetzt gut auf die Gegner einstellen können und ließen Ihnen kaum Raum und Möglichkeiten für ein Spiel, wie man es von der ersten Liga erwarten sollte.
Da war es nicht besonders verwunderlich, daß die Neustrelitzer Mannschaft die erste wirkliche Torchance hatte. Im weiteren Verlauf gestaltete sich das Spiel sehr ausgeglichen. Auch die in der zweiten Spielhälfte eingewechselten weiteren Stürmer konnten nicht verhindern, daß sich der Karlsruher SC nach der regulären Spielzeit mit einem 0:0 Gleichstand zufrieden geben mußte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung gelang es in einer Einzelaktion durch einen Eckball das ersehnte Tor zu erzielen. Doch die Neustrelitzer gaben nicht auf. Mit noch letzter Kraft warfen sie nun noch einmal alles nach vorn und hatten sehr gute Möglichkeiten den Ausgleich doch noch zu erzielen. Durch einen Konter in den letzten Sekunden gelang dann noch das 2:0 für Karlsruhe und bewahrte die vor dem Spiel als haushohe Favoriten gehandelte Mannschaft vor einer Blamage.
Für die TSG Neustrelitz war es jedoch eine große Anerkennung. So war es nicht verwunderlich, daß die Mannschaft nach dem Spiel von den Zuschauern frenetisch gefeiert wurde. Doch bereits am kommenden Wochende beginnt der fußballerische Alltag. Für die TSG Neustrelitz in der Oberliga und den Karlsruher SC in der ersten Bundesliga.