osCommerce und Verkaufen im Internet
Jede Branche hat(te) seine Goldgräberstimmung. So auch das Verkaufen im Internet. Viele Shops sind bereits Teil der Geschichte geworden und andere haben sich etabliert. Unzählige Systeme, mit denen sich diese Einkaufsläden im Internet betreiben lassen, sind auf den Markt gekommen. Die Investitionskosten für den Anbieter haben dabei eine so breite Fächerung, daß man nicht sagen kann, was der Aufbau einer solchen Filiale im Internet wirklich kostet.
Unter all den mehr oder minder bekannten Systemen gibt es eines, daß einen ganz besonderen Reiz ausübt: osCommerce. Schon kurz nach der Schaffung dieses Markenzeichens war es das Shopsystem, daß weltweit den mit Abstand höchsten Verbreitungsgrad erreicht hat. Wie konnte es dazu kommen?
OsCommerce baut auf Technologien, deren Nutzung grundsätzlich frei von Lizenzkosten sind: PHP als serverseitige Scriptsprache und MySQL als Datenbankanwendung. Diese beiden Bausteine bietet heutzutage jeder Anbieter von preisgünstigem Webspace. Auch für größere Anwendungen bleiben die Kosten moderat, weil die für den Betrieb des Webservers erforderliche Software meist auf dem Betriebsystem Linux und dem Apache Webserver basieren.
Für Webmaster, die entsprechende Kenntnisse besitzen, ist es mit so innerhalb kurzer Zeit möglich, einen funktionieren Shop im Internet zu veröffentlichen.
Nach dem ersten Erfolgserlebnis steigen meist die Ansprüche und Modifikationen der Funktionsweise oder eigene Layouts werden gewünscht. Es ist keine Seltenheit, sondern eher die Regel, daß an einem osCommerce-Shop über Jahre hinweg gearbeitet wird. Mit der der erworbenen Erfahrung entstehen neue Pläne und so ist das Internet heute voller Unikate, deren man das Herz von osCommerce nicht immer auf den ersten Blick ansieht. Das Lizenzrecht der GNU General Public License (inoffizielle deutsche Übersetzung) ermöglicht dem Anwender beliebiger Modifikationen zu erstellen und auch öffentlich zu betreiben. Doch selbst, wer sich mit der Handhabung von PHP-Code und MySQL-Anweisungen nicht auskennt, kann sich bei diversen Dienstleistern einen eigenen Shop erstellen lassen, der mit den eigenen Ansprüchen wachsen kann.
Bei der Wahl des richtigen Anbieters empfiehlt es sich jedoch, mehrmals hinzusehen. Auch auf Ausschreibungen melden sich oft diejenigen Anbieter sofort, die bei nicht so einfachen Problemen die “Segel streichen” müssen. Im deutschen Forum treten regelmäßig Fälle auf, in denen Shopbetreiber “in spe” auf halbem Weg in Stich gelassen wurden. Und das, nachdem sie manchmal sogar schon drei- und vierstellige Beträge bezahlt haben. Der für Suchmaschinen optimierte Shop entpuppt sich dann als purer Standard mit ein paar eingebauten Contributionen, deren Nutzen oftmals zweifelhaft sind und außerdem oftmals fehlerhaften oder unsicheren Code beinhalten.
Ein weitereres wichtiges Thema ist die Optimierung für Suchmaschinen. Hier hat sich in den letzten Jahren ein Branche entwickelt, die natürlich nicht nur auf die Internetshops beschränkt aber gerade für diese besonders wichtig ist. Der Kaufmann, Hersteller oder Importeur besitzt regelmäßig nicht das spezielle Wissen, um seine Ware im Internet gut zu vermarkten. Selbstgebastelte Webseiten oder auch Webdesigner, die in oftmals ausgezeichnete Designer sind und nicht genügend Erfahrung mit dem Marketing besitzen bauen unwissentlich kleinere und größere Barrieren für Suchmaschinen und Besucher auf, die es konsequent abzubauen gilt. Verschiedene Technologien, die für einen kurzfristigen Erfolg sorgen, haben sich im Verlauf als wahre Webseitenkiller erwiesen. Falsche Optimierungen führen dann zu einer Suspendierung aus dem Datenbestand der derzeit wichtigsten Suchmaschine: Google. Eine echte Optimierung ist nicht in einer Stunde zu erledigen und kostet auch nicht zwangsläufig mehrere tausend Euro.