TSG Neustrelitz gegen Karlruher SC
Spätestens in einer halben Stunde, wenn die ARD ihre Kurzberichte vom zweiten Spieltag in der ersten Runde des DFB-Pokals 2008 ausgestrahlt hat, wird sich der Name Neustrelitz in die Gedächtnisse aller badischen Fußballfans einbrennen.
Heute mußte der Karlsruher SC gegen die TSG Neustrelitz antreten und hatte so Ihre Mühen. Die ersten Minuten, in denen die Zuschauer eine offensiv spielende Karlsruher Mannschaft erwartet hatten, konnte keine der Mannschaften nennenswerte Akzente setzen. Für die angereisten Fans des KSC war das natürlich etwas ernüchternd. Doch das beflügelte die Neustrelitzer merklich. Sie hatten sich jetzt gut auf die Gegner einstellen können und ließen Ihnen kaum Raum und Möglichkeiten für ein Spiel, wie man es von der ersten Liga erwarten sollte.
Da war es nicht besonders verwunderlich, daß die Neustrelitzer Mannschaft die erste wirkliche Torchance hatte. Im weiteren Verlauf gestaltete sich das Spiel sehr ausgeglichen. Auch die in der zweiten Spielhälfte eingewechselten weiteren Stürmer konnten nicht verhindern, daß sich der Karlsruher SC nach der regulären Spielzeit mit einem 0:0 Gleichstand zufrieden geben mußte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung gelang es in einer Einzelaktion durch einen Eckball das ersehnte Tor zu erzielen. Doch die Neustrelitzer gaben nicht auf. Mit noch letzter Kraft warfen sie nun noch einmal alles nach vorn und hatten sehr gute Möglichkeiten den Ausgleich doch noch zu erzielen. Durch einen Konter in den letzten Sekunden gelang dann noch das 2:0 für Karlsruhe und bewahrte die vor dem Spiel als haushohe Favoriten gehandelte Mannschaft vor einer Blamage.
Für die TSG Neustrelitz war es jedoch eine große Anerkennung. So war es nicht verwunderlich, daß die Mannschaft nach dem Spiel von den Zuschauern frenetisch gefeiert wurde. Doch bereits am kommenden Wochende beginnt der fußballerische Alltag. Für die TSG Neustrelitz in der Oberliga und den Karlsruher SC in der ersten Bundesliga.
Alte Kachelofenfabrik
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Neustrelitz ein Gebäudekomplex errichtet, das noch heute mit einem charakteristischen Namen bekannt ist: die “Kachelofenfabrik”. Dieser Name entstammt aus der Herstellung von transportablen Kachelöfen, die hier bis 1963 durchgeführt wurde. Danach wurde das Objekt von der Konsumgenossenschaft des Kreises Neustrelitz genutzt und machte eher den Eindruck, als sei sie dem allgemeinen Verfall preisgegeben.
Als die Familie Conradt die “Alte Kachelofenfabrik” zurück übertragen bekam, begann der “zweite Frühling”. Im Zuge einer behutsamen Sanierung enstand die “KOF” (”KachelOfenFabrik“). Sie ist heute ein privates Kulturzentrum geworden und vereinigt Kultur und Tourismus unter einem Dach.
Seit 2001 stehen Öko-Ferienhäuser und ein Öko-Hotel zur Verfügung, die aus Holz und Lehm erbaut wurden. Die Gäste müssen jedoch trotzdem nicht auf Komfort verzichten. So können Sie am Tage die Mecklenburger Seenplatte erkunden und am Abend Kultur geniesen. Für das leibliche Wohl sorgt die “fabrik.kneipe“.