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Der Ethanol Kamin

Geschrieben in Information von Ingo Malchow am 15.August, 2007

Wer beispielsweise in einer städtischen Mietwohnung eines Hochhauses lebt und sich einen Kamin wünscht, der kennt das Problem: Es gibt keine Anschlussmöglichkeit ohne Schornstein. Doch seit Kurzem gibt es eine Lösung. Ein Ethanol Kamin benötigt keinen Schornstein, da er mit Ethanol bzw. Bioethanol betrieben wird. Bioethanol besteht nahezu aus reinem Alkohol und erzeugt bei der Verbrennung lediglich Wasserdampf und das von Menschen ausgeatmete Kohlendioxid. Da Alkohol normalerweise der Branntweinsteuer unterliegen würde und daher sehr teuer wäre, wird der Brennstoff Bioethanol durch Vergällung für den Menschen ungenießbar gemacht.

Ein sogenanntes Deko Feuer hinterläßt also weder Rauch noch Ruß. Allerdings eignen sich Ethanol Kamine nur bedingt zum Heizen. Die abgestrahlte Wärme durch das offene Feuer bewegt sich im Bereich von 1-3 kW. Ein Kaminofen hat zwar auch nur etwa die doppelte Heizleistung, jedoch werden seine Abgase durch den Schornstein nach aussen abtransportiert. Beim Betrieb eines Ethanol Kamins werden die Gase hingegeben in die Raumluft abgegeben. Daher ist es nötig, regelmäßig zu lüften oder das Fenster einen Spalt weit offen zu lassen.

Bis dato gibt es keine gesetzlichen Vorschriften über eine Prüfung, wie diese bei Kaminöfen der Fall ist. Es steht also im freien Ermessen des Herstellers, einen Ethanol Kamin beispielsweise einer CE Prüfung zu unterziehen oder vom TÜV prüfen zu lassen. Zu beachten ist von Seiten der Gesetzgebung lediglich, dass aus Gründen des Brandschutzes nicht mehr als 5 Liter Ethanol pro Haushalt gelagert werden dürfen. Trotz alledem birgt ein Deko Feuer enorme Gefahren. Wer Kinder hat, sollte insbesondere darauf achten, dass sich der Kamin außerhalb deren Reichweite befindet und fest montiert ist. Jedoch sollten sich auch Erwachsene der Gefahr bewußt sein, die von flüssigem Brennstoff ausgeht und entsprechend verantwortungsvoll und vorsichtig handeln.
(Florian Münkel)

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